Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

20

5

Iſt um ſo viel beſſer daran, denn ſie iſt eiferſuͤchtig

auf ihre Vorrechte, unterbrach mich Miß Vernon;ich

vergaß, daß Ihr dabei ſelbſt intereſſirt ſeyd; nein, ſagte ſie, als ich ſprechen wollte,dieſes ſanfte Laͤcheln ſoll die Vorrede eines ganz artigen Compliments ſeyn uͤber die beſondern Vortheile, deren iang Vernons Freunde und Verwandte erfreuen, daß ſie als eine ihrer Sklavin⸗ nen geboren iſt, aber erſpart es mir, mein lieber Freund, und laßt uns verſuchen, ob wir beſſer zuſammenſtimmen uͤber m zweite Anklage gegen das Gluͤck, wie dieſer ha⸗ ſenfuͤßige Schmierer es nennen wuͤrde. Ich gehoͤre einer unterdraͤtten Sekte, einem verdraͤngten Glauben an, und anſtatt Beifall zu finden fuͤr meine Andacht, wie alle au⸗ dchen, kann mein guter Freund, der Frie⸗

F 54 19

dern frommen Maͤ densrichter Inglewood, mich in ein Beſſerungshaus ſchi⸗ cken, blos weil ich Gott nach der Weiſe meiner Vorfahren verehre, und kann zu mir ſagen, wie einfr der alte Pem⸗ broke zu der Aebtiſſtn von Wilton, als er ſie aus ihrem Kloſter und Beſitzthum vertrieb: gehe hin, Weib, und ſpinne.

Dieſem Uebel kann abgeholfen werden, ſagte ich ernſt.Sprecht mit einigen unſerer gelehrten Geiſtlichen⸗ oder befragt Euern eigenen tre efflichen Verſtand, und ſeyd gewiß, die Einzelnheiten, worin unſer rel iglüſer Glaube von dem verſchieden iſt, worin Ihr erzogen ſeid

Still! ſagte Diana, und legte den Zeigeſinger auf.

den Mund,ſtill, nichts mehr davon, dem Glauben meiner tapfern Vater emfagen! Eher wollt' ich als

Mann im wildeſten Sturm der Schlacht ihre Fahne ver⸗ laſſen, und gleich einem feigen Miethling zu dem ſiegen⸗

ven Feind mich wenden.

4