„Was Ihyr ſagt, Herr Jobſon?“ erwiederte Miß Ver⸗
non mit erküͤnſtelter Verwunderung;„iſt das möglich?“
„Ja, ja!“ ſagte der erzürnte Schreiber;„und noch mehr, der alte elende Torfſtecher hat mich einen Zungendre⸗ ſcher genannt, einen Zungendreſcher,— und geſagt, ich käme nur, um den Mäckler zu machen, was man zu mir ſo wenig ſagen kann, als zu einem andern Mann von meinem Berufe, beſonders da ich Schreiber bei einem Friedensrichter bin, und meine Beſtallung habe gemäß der Akte aus dem 77. Re⸗ gierungsjahre Heinrichs VIII. und aus dem erſten Regie⸗ rungsjahre König Wilhelms, Fräulein, glorreichen und un⸗ ſterblichen Andenkens,— unſers unſterblichen Befreiers von Papiſten und Praͤtendenten, von Holzſchuhen und Waͤrm⸗ pfannen, Miß Vernon.“
„Craurige Dinge, dieſe Holzſchuhe und Wärmpfannen,“ ſpottete ſie, und ſchien ihr Vergnügen daran zu ſinden, ſei⸗
nen Zorn zu ſteigern;„glücklicherweiſe ſcheint Ihr jezt kei⸗
ner Waͤrmpfanne zu bedürfen, Herr Jobſon. Ich fürchte⸗ Pächter Rutledge hat ſeine Unhöflichkeit nicht blos auf Worte
beſchränkt; hat er Euch nicht etwa auch einen Schlag ge⸗
geben?“
„Einen Schlag, Fräulein! nein,—(ſehr ſchnell) keine lebendige Seele ſoll mich ſchlagen, das verſpreche ich Euch, Fräulein.“ 3
„Je nachdem Ihr's verdient,“ ſagte ich;„denn Eure Art, mit dieſer Dame zu ſprechen, iſt ſo unziemlich, daß ich Euch ſelbſt züchtige, wenn Ihr Euern Ton nicht ändert.“
„Züchtigen, Herr? und mich?— Wißt Ihr, mit wem Ihr ſprecht?“
„O ja,“ erwiederte ich;„wie Ihr ſelbſt ſagt, ſeid Ihr
Pachter
6
der Schreiber eines Friedensrichters in der Graſſchaft; wie
5 4


