Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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14.. ritten eine Zeitlang ſchweigend fort, denn, die Wahrheit zu ſagen, mein Kopf war von den Ereigniſſen dieſes Morgens zu ſehr eingenommen, als daß ich geneigt geweſen wäre, es zu brechen. Endlich, als machte ſie ihren eigenen Gedanken Luft, rief Miß Vernon aus:In der That, Raſhleigh iſt ein Mann, den man fürchten und bewundern, nur nicht lie⸗ ben muß; er thut, was ihm gefällt, und macht alle andere zu ſeinen Puppen, hat einen Schauſpieler in Bereitſchaft fuͤr jede Rolle, die ihm einfällt, und ſeine raſche Erfindung ſchafft Mittel für alle Vorfälle.

Ihr glaubt alſo, ſagte ich, mehr den Sinn ihrer Rede, als ihre Worte beachtend,daß dieſer Herr Campbell, der zu ſo gelegener Zeit kam, meinen Ankläger anfiel und fortführte, wie ein Falke auf ein Rebhuhn ſlößt, ein Abge⸗ ſandter Raſhleighs war?

Nicht anders, erwiederte Diana,und eben ſo arg⸗ wöhne ich, daß er wohl kaum ſo gerade zu rechter Zeit ge⸗ kommen wäre, wenn ich nicht glücklicherweiſe Raſhleigh im Hauſe des Friedensrichters getroffen hätte.

In dieſem Falle bin ich Euch hauptſächlich Dank ſchul⸗ dig, meine ſchöne Retterin.

Das ſeid Ihr in der That, erwiederte Diana;und ich bitte Euch, nehmet an, er ſei abgeſtattet und mit freund⸗ lichem Lächeln angenommen, denn ich mag nicht damit belaͤ⸗ ſtigt werden, ihn anzuhoͤren, und bin geneigter, dabei zu gaͤhnen, als mich geziemend zu benehmen. Kurz, Herr Franz, ich wuͤnſchte Euch zu dienen, und glücklicherweiſe war

ich im Stande, es zu thun; die einzige Gunſt, die ich mir

dagegen ausbitte, iſt, ſprecht nicht mehr davon. Aber wer

kommt denn da uns entgegen,mit blutenden Sporen und