Teil eines Werkes 
101. Band, Robin der Rothe : 2. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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genen Weg verlieren, wenn Ihr ihnen den ihrigen zeigt, mein artiges Irrlichtchen.

Mit dieſen Worten nahm er Abſchied von Miß Vernon, und ſagte mir dann ein eben ſo herzliches Lebewohl.

Du ſcheinſt ein recht guter Junge zu ſein, Herr Franz, und ich erinnere mich deines Vaters wohl, er war mein Spielgeſelle in der Schule. Nimm dich in Acht, Junge, reite bei Zeit in der Nacht heim, und ſcherze nicht mit un⸗ bekannten Reiſenden auf der Landſtraße. Nicht jeder Unter⸗ than des Königs verſteht Spaß, und mit Verbrechen iſt nicht zu ſcherzen. Und da iſt noch die arme Diana Vernon, ſo allein und verlaſſen auf der weiten Welt, und reitet und rennt und reißt aus nach ihrem Gefallen. Nimm ſie mir wohl in Acht, oder gib Acht, Junge, ich werde noch einmal jung, und fechte ſelbſt mit dir, ſo ſchwer es mir auch fallen möchte. Doch nun geht, und laßt mich bei meiner Pfeife Ta⸗ bak und meinen Betrachtungen, es heißt ja im Liede:

Gar ſchnell verbrennt das braune Blatt,

So wird des Menſchen Stärke matt,

Und iſt das Jugendfeuer ausgeglommen,

Wird trocken und weiß das Alter kommen. Bedenkt dieß, wenn die Pfeife dampft.

Ich war ſehr erfreut über dieſe Funken von Verſtand und Gefühl, die aus dem Nebel von Trägheit und Faulheit hervorbrachen, dankte ihm für ſeine Ermahnungen und nahm herzlichen Abſchied von dem wackern Friedensrichter und ſei⸗ nem gaſtfreundlichen Hauſe.

Wir fanden denſelben Diener Sir Hildebrands, der uns bei unſerer Ankunft die Pferde abgenommen, und, wie er Miß Vernon berichtete, von Raſhleigh Befehl erhalten hatte, aauf uns zu warten und uns nach Hauſe zu begleiten. Wir