Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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59 oder verlegen fuͤhlte, weil ich ihm in einem zwelfelhaften Lichte erſchienen war. Was mich betriſſt, ſo beluſtigte mich ſeine Furcht nicht mehr, und, die Wahrheit zu ſagen, ich war herzlich froh, ihn los zu ſeyn.

Fuͤnftes Kapitel.

Wie ſchmilzt mein pochend Herz, ſo oft ich ſehe Wie jedes Mädchen, unſeres Englands Stolz Das edle Roß antreibt, das leicht hinfliegt, Den rauhen Pfad, den ſteilen Berg nicht ſcheut, Und nimmer ſtrauchelt in dem weiten Thal. Die Jagd.

Ich naͤherte mich meiner noͤrdlichen Heimath, denn dafuͤr galt ſie mir, mit jener Begeiſterung, die wilde und romantiſche Seenen dem Freunde der Natur einfloͤßen. Nicht laͤnger gehindert durch das Geſchwaͤtz meines Gefähr⸗ ten, konnte ich nun den Unterſchied zwiſchen dieſem Lande und dem bemerken, das ich bisher durchzogen hatte. Die Stroͤme verdienten jetzt mehr dieſen Namen, denn anſtatt zwiſchen Schilfrohr und Weidenbaͤumen hinzukriechen, rauſch⸗ ten ſie ſort unter dem Schatten eines freigufgeſchoſſenen Gebuͤſches; ſchoßen bald einen Abhang hinab, bald zogen ſte murmelnd langſamer, doch immer noch in ruͤſtiger Be⸗ wegung fort durch kleine einſame Thaͤler, die ſich von Zeit zu Zelt gegen die Landſtraße zu oͤffneten, und den Wan⸗ derer in ihre Einſamkeit zu locken ſchlenen. In duͤſterer Pracht erhoben ſich die Berge von Chevy vor mir, zwar nicht mit der erhabenen Abwechslung von Felſen und Klip⸗