Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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ſeidf verſchmaͤheten nicht, an diefer wöchonflichen Feſtlich⸗ keit Theil zu nehmen. Die Gäſte, aus verſchledenen Ge⸗ genden, von verſch'edenen Gewerben, ſtanden durch Sprache, Sitten und Geſinnungen in einem ſo ſonderbaren Contra⸗ ſte gegeneinander, daß ſie dem der Menſchenkenntniß zu erwerben wuͤnſchte, ein ſehr mannigfaches Schauſpiel dar⸗ boten. 4 Als ich an einem ſolchen Tage mit melner furchtſa⸗ men Bekanntſchaft mich gerade an den Tiſch des roth⸗

wangigen Wirths vom ſchwarzen Baͤren zu Darlington im

Sprengel des Biſchofs von Durham ſetzen wollte, kuͤndigte uns der Wirth in einem entſchuldigenden Tone an, daß ein ſchottiſcher Herr mit uns ſpeiſen wuͤrde.. „Ein Herr?— was fuͤr ein Herr?“ ſagte mein Ge⸗ faͤhrte ein wenig haſtig, da er vermuthlich ſogleich an die Herren von der Landſtraße dachte, wie man ſie damals nannte. „Je nun, ein ſchottiſcher Herr, wie ich ſagte, entgeg⸗ nete mein Wirth; ſie ſind alle herrenmaͤßig, wenn ſie auch kein ganzes Hemd auf dem Leibe haben; der aber iſt 3 anſtaͤndig— ein ſo guter Nordhritte, als vielleicht je uͤber die Berwik⸗Bruͤcke ging,— ich glaube, ein Viehhaͤndler. „Jedenkalls wuͤnſchen wer ſelne Geſellſchaft,“ antwor⸗ tete mein Gefaͤhrte, wendere ſich dann zu mir, und machte 1 ſeinen eigenen Bemerkungen Luft.„Ich achte die Schot⸗ ten, Sir, ich liebe und ehre dieſe Nation wegen ihrer rechtlichen Geſinnungen. Man ſpricht von ihrem Schmaz und ihrer Armuth, aber ich lobe mir die aͤchte Redlichkeit, auch wenn ſie in Lumpen geklelder iſt, wie der Dichtet ſagt. Ich bin von zuyerlaͤßigen Leuten glaubwurdig ver⸗

ſichert