Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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41 ſeinem Reitkiſſen ein ganz kleines, aber wie es ſchien, ſehr ſchweres Felleiſen, um deſſen Sicherheit er gusneh⸗ mend beſorgt ſchlen, nie ließ er es aus den Augen, und wleß den Dienſteifer der Anfwaͤrter und Hausknechte zu⸗ ruͤk, die es ihm ins Haus tragen wollten. Mit eben ſo viel Vorſicht bemuͤhte er ſich, nicht nur den Zweck ſeiner Reiſe und den Ort ſeiner Beſtimmung, ſondern ſelhit die Richtung des Wegs zu verbergen, den er an jedem Tage einſchlug. Nichts brachte ihn mehr in Verlegenheit als die Frage, ob ihn ſein Weg hinauf oder hinab fuͤhre, oder wo er einzuſtellen gedenke. Sein Nachtlager durch⸗ ſuchte er mit der angſtlichſten Sorgfalt, und vermlied auf gleiche Weiſe ſowohl Einſamkeit, als was er fuͤr elne boͤſe Nachharſch ft hielt; zu Granthom, glaube ich, blieb er gar die ganze Nacht auf, weil im naͤchſten Zimmer eln ſtaͤm⸗ miger, ſchielender Burſche in einer ſchwarzen Peruͤcke und einer verſchoſſenen goldbortirten Weſte ſchlief. Bei all die⸗ ſer Furchtſamkelt war mein Reiſegefaͤhrte nach ſeinem Koͤr⸗ perdau zu ſchließen ein Mann, der jeder Gefahr ſo gut als einer haͤtte trotzen koͤnnen. Er war ſtark und wohl⸗ gebaut, und ſeinem goldbortirten Hut und ſeiner Cockarde zu Folge ſchien er in dem Heere gedient zu haben, oder wentgſtens in elner oder der audern Eigenſchaft dem Kriegs⸗ ſtande anzugehoͤren. Seine Unterhaltung, obgleich immer ziemlich gemein, war die eines verſtaͤndigen Mannes, wenn die Schreckbilder, die ihn verfolgten, einen Augenhlick auf⸗ hoͤrten, ſeine Einbildungskraft zu beſcaͤftigen. Doch jede zufaͤlllge Gedan kenverbindung weckte ſie ſtets wieder.

Eine offene Halde, ein dichtes Gehhl) erregten gleiche Be⸗

fürchtung bel ihm, und das Pfelfen eines Sauferlungen verwandelte ſich augenblicklich in ein Raͤuberſignal. Selbſt