Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13

den erſten Schreiber des großen Hauſes Osbaldiſtone und Treſham bis an ſeinen Tod bezeichnete.

Owen, ſagte mein Pater, als der gütige alte Mann mir liebreich die Hand ſchuͤttelte, Ihr muͤßt heute mit uns eſſen, und die Neuigkeiten hoͤren, die Franz uns von un⸗ ſern Freunden zu Bordeaux gebracht hat.*

Owen machte mit reſpeftsvoller Dankbarkeit einen ſei⸗ ner ſtetfen Buͤcklinge, denn damals, wo der Abſtand zwi⸗ ſchen Herrn und Diener weit groͤßer war, als in unſern Zeiten, war eine ſolche Cinladung eine Guaſt von einiger Bedeutung. 1

Lange werde ich mich dieſer Mahlzeit erinnern. Von Beſorgniß ergriffen, und nicht ohne Unmuth, war es mir unmoͤglich, an dem Geſpraͤche einen ſo thaͤtigen Antheil zu nehmen, als mein Vater zu erwarten ſchien, und nur allzuoft gab' ich auf die Fragen, mit denen er mich beſtuͤrmte, ungenuͤgende Antworten. Owen, ſchwankend zwiſchen Ehrerbietung gegen ſeinen Gebieter, und Liebe zu dem Juͤnglinge, den er als Kind auf ſeinen Knien ge⸗ wiegt hatte, bemuͤhte ſich gleich dem furchtſamen, jedoch beſorgten Verbuͤndeten eines angegriffenen Volks, bei je⸗ dem Bocke, den ich ſchoß, zu erklaͤren, was ich nicht meinte, und meinen Ruͤckzug zu decken, ein Manoeuver, das meines Vaters reizbaren Unmuth ſteigerte, und auch ihm einige Aeußerungen deſſelben zuzog, ohne mich zu be⸗ ſchutzen. Ich hatte zwar waͤhrend meines Aufenthalts in Dubourgs Hauſe nicht gerade zu dem Willen meines Va⸗ ters entgegengehandelt, und Verschen gemacht, wenn ich am Contohuch haͤtte ſitzen ſollen, doch hatte ich, um die Wahrheit zu fagen, das Comptoir nicht oͤfter befucht, als unumgaͤnglich nothwendig war, um vortheilhafte Berichte