Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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die in den meiſten Faͤllen wenig oder nichts bedeuten. Hier iſt dein letzter Brief.

Er nahm ihn aus einer Menge anderer heraus, die mit einem Stuͤcke rothen Zwirn zuſammengebunden, ſorg⸗ faͤltig bezeichnet und geheftet wardu. Da lag mein armer Brief, deſſen Inhalt mir damals ſonſehr am Herzen lag, den ich in Worten abgefaßt hatte, die nach meiner Mei⸗ nung Mitleiden, wenn nicht Ueberzeugung hervorbriugen mußten, da lag er mitten unter Brieſen uͤber verſchie⸗ dene Handelsgeſchaͤfte, in welche mein Bater jeden Tag ſich einließ. Ich muß noch innerlich laͤcheln, wenn ich an die Miſchung von beleidigter Eitelkeit und verwundetem Gefühl denke, womit ich den Brief, der die mit mancher Unruhe niedergeſchriebenen dringenden Vorſtellungen ent⸗ hielt, unter den Berichten, Creditbriefen und all dem ge⸗ woͤhnlichen Plunder einer kaufmaͤnniſchen Correſpondenz (ſe dachte ich naͤmlich damals) hervorziehen ſah. Gewiß, meinte ich, verdiente ein Brief von ſolcher Wichtigkeit, und was ich mir ſelbſt nicht recht zu ſagen getraute, ſo gut geſchrieben, nicht nur einen beſondern Platz, ſondern auch eine ſorgfaͤltigere Beherzigung, als die uͤber gewoͤhnliche Geſchaͤfte des Comptoirs.

Mein Vater jedoch bemerkte meine Unzufriedenheit nicht, und wuͤrde ohnehin auch nicht darauf geachtet haben. Er trat vor mit dem Briefe in der Hand.Dieß, Franz, iſt Dein Brief vom 21. letzten Monats, worin Du mich, Ghier las er aus dem Briefe) benachtiatigſt, daß du bei dem ſe wichtigen Geſchaft, einen Lebensheruf zu waͤhlen, durch meine vaͤterliche Guͤte wenigſtens zu einen verneinenden

Stimme berschtigt zu werden hoffſt, daß Dy unwiderlegliche la unwlderlegliche heigt es gelegentlich geſagt, wuͤnſche ich,