Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Robin der Rothe.

Erſtes Kapitel.

Was hab' ich denn geſündigt, daß dieß Unglück

So ſchwer auf mir liegt? Keine andern Söhne

Hab' ich, und der iſt nicht mehr mein. Verflucht,

Wer ſo dich umgewandelt! Du auf Reiſen?

Bald will ich auch mein Pferd auf Reifen ſenden. Thomas.

Du bitteſt mich, mein theurer Freund, einen Theil der Muße, womit die Vorſehung den Abend meines Le⸗ bens ſegnete, der Aufzeichnung jener Gefahren und Muͤh⸗ ſeligkeiten zu widmen, von denen meine Jugend begleitet war. Das Andenken an dieſe Abentheuer, wie du ſie nennſt, hat zwar in meiner Seele ein wechſelndes Gefuͤhl von Luſt und Unluſt hinterlaſſen, das jedoch auch mit war⸗ mem Danke und Verehrung gegen den Lenker menſch⸗ licher Schickſale gemiſcht iſt, der meine Jugend mit Ge⸗ fahr und Anſtrengung fuͤllte, damit die behagliche Ru⸗ he, womit er mein Alter ſegnete, durch die Erinnerung und den Contraſt mir um ſo ſuͤßer erſcheinen moͤge. Du haſt oft behauptet, und ich kann auch nicht daran zweifeln, daß meine Schickſale unter einem Volke, das in Regte⸗ rungsform und Sitten der Urwelt ſo nahe ſteht, fuͤr die, welche gerne die Erzaͤhlungen eines alten Mannes von ei⸗

W Scott's Werkr. C. 1