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war ſtets bereit, den Anſpruͤchen Anderer Gerechtig⸗ keit widerfahren zu laſſen und fremde Gefuͤhle zu achten. Sie erhob ſich, und wuͤrde die liebenswuͤr⸗ dige Fremde zu einem Sitze gefuͤhrt haben; allein dieſe, auf Rowena blickend, wiederholte ihren Wunſch, Noweng allein zu ſprechen. Elgitha hatte ſich nicht ſo bald mit widerſtrebenden Schritten entfernt, als zum Erſtaunen der Lady von Ivanhve die ſchoͤne Be⸗ ſucherinn ſich auf ein Kniee niederließ, ihre Hand vor die Stirn legte und das Haupt zur Erde beugte, und trotz Rowenas Widerſtand den geſtickten Saum ihres Kleides kuͤßte.
„Wozu das 2“ fragte die uͤberraſchte junge Frau; „warum beweiſt Ihr mir ſo ungewoͤhnliche Ehrer⸗ bietung?“.
„Weil ich Euch, Lady von Ivanhoe,“ ſprach Re⸗ bekka, ſich erhebend und ihre eigenthuͤmliche, ruhige Wuͤrde wieder annehmend,„geſetzlich und ohne Ein⸗ ſprache die Schuld tiefen Dankes abtragen kann, den ich Wilfried von Ivanhve ſchulde. Ich bin— ver⸗ gebt mir die Kuͤhnheit, womit ich Euch die Huldi⸗ gung meines Vaterlandes darbrachte— ich bin die ungluͤckliche Juͤdinn, fuͤr welche Euer Gemahl ſein Leben gegen ſo furchtbare Gefahren in den Schran⸗ ken von Templeſtowe gewagt hat.“
„Maͤdchen,“ entgegnete Rowena,„Wilfried von Jvanhoe hat an jenem Tage nur in geringem Maße Eure unermuͤdete Sorgfalt in Heilung feiner


