Teil eines Werkes 
47. Band, Ivanhoe : 5. Theil (1827)
Entstehung
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geborner Normaͤnner und Sachſen, wozu ſich noch der allgemeine Jubel der niederen Staͤnde geſellte, welche in dieſer Verbindung ein Pfand kuͤnftigen Friedens zwiſchen zwei Geſchlechtern erblickten, die ſich ſeit jener Zeit ſo gaͤnzlich vermiſcht haben, daß jeder Unterſchied verſchwand. Cedric lebte noch lange genug, dieſe Annaͤherung ihrer Reife entgegen gedei⸗ hen zu ſehen; denn als Normaͤnner und Sachſen ſich durch Geſelligkeit und Verbindungen zuſammen fan⸗ den, minderte ſich der Uebermuth der Normaͤnner, und der Sachſen rohe Sitten milderten ſich; allein erſt unter der Regierung Eduards III. wurde die ge⸗ miſchte Sprache, jezt Engliſch genannt, am Londoner Hofe geſprochen, und jede Spur jenes feindlichen Unterſchieds zwiſchen Normaͤnnern und Sachſen ge⸗ tilgt. Am andern Morgen nach dieſem gluͤcklichen Hochzeittage ward Lady Rowena von ihrer Kammer⸗ zofe Elgitha gemeldet, daß ein Maͤdchen vorgelaſſen und mit ihr allein zu ſprechen wuͤnſchte. Rowena wunderte ſich, zoͤgerte, ward jedoch neugierig und gab endlich Befehl, das Maͤdchen vorzulaſſen, und hieß ihre Leute ſich entfernen.

Die Fremde trat ein eine edle, majeſtaͤtiſche Geſtalt; der lange, weiße Schleier, der ſie umfloß, uͤberſchattete die Aumuth und Hoheit ihrer Geſtalt mehr, als daß er ſie verhuͤllte. Ihr Benehmen war ehrerbietig, ohne den geringſten Anſchein von Furcht oder das Beſtreben, Gunſt zu erwerben. Rowena