EHNo neten war der Großmeiſter bisher ſtumm geſtanden. Jezt ſprach er:
„Wer wagt es, einen Ritter des Tempelordens im Bezirke ſeines eigenen Praͤzeptorkums, in Ge⸗ genwart des Großmeiſters ſelbſt zu verhaften? Auf weſſen Befehl geſchieht dieſe kuͤhne Beleidigung?“
„Ich verhafte ihn,“ erwiederte der Ritter— vich, Heinrich Bohum, Graf von Eſſex, Lord Groß⸗ conſtabel von England!“
„Und er verhaftet Malvoiſin,“ ſprach der Koͤ⸗ nig, ſein Viſir aufſchlagend,„auf Befehl des hier gegenwaͤrtigen Nichard Plantagenet. Wohl Dir, Konrad von Monktfitchet, daß Du nicht mein geborner Unterthan biſt.— Aber Du, Malvolſin, ſtirbſt mit Deinem Bruder Phillpp, ehe die Welt um eine Woche aͤlter iſt!“
„Ich widerſpreche Deinem Urtheil!“ ſprach der
„Großmeiſter. „Stolzer Templer!“ entgegnete Richard,„Du kannſt es nicht!— Schau auf und ſieh das koͤnig⸗
liche Banner Englands ſtatt Deines Templerbanners auf Deinen Thuͤrmen wehen!— Sei weiſe, Beau⸗ manoir, und verſuche keinen vergeblichen Widerſtand! — Deine Hand liegt in des Loͤwen Rachen!“
„Ich appellire nach Rom gegen Dich,“ ſprach der Großmeiſter,„daß Du wagſt, die Freiheiten aud Vorrechte unſres Ordens anzutaſten!“ „Immerhin!“ verſetzte der Koͤnig,„abe


