38 ſenheit beſtuͤrmt; mein Entſchluß ſteht feſt, wie die demantnen Schickfalstafeln!“
„So buͤrden die Menſchen,“ ſprach Rebekka, „dem Schickſal die Folgen ihrer eignen wilden Lei⸗ denſchaften auf! Allein ich verzeihe Dir, Bois Guil⸗ bert, obwohl Du die Urſache meines fruͤhen Todes biſt. Dein kraͤftiges Gemuͤth hat fuͤr etwas Hoͤhe⸗ res Sinn, aber es gleicht dem Garten des Traͤgen, hoch iſt das Unkraut aufgeſchoſſen, und hat ſich ver⸗ ſchworen, die edleren Gewaͤchſe zu erſticken.“
„Ja,“ verſetzte der Templer, ich bin, wie Du geſagt haſt, Rebekka, unlenkſam und ungezaͤhmt, und ſtolz darauf, daß ich unter dem Haufen ſcha⸗ ler Thoren und verſchmizter froͤmmelnder Heuchler jene hervorragende Kraft erhalten, welche ſie ſo weit unter mich ſtellt. Ich bin von Jugend auf ein Kind der Schlachten geweſen, hoch ſtrebend in meinen Planen, und feſt und unerſchuͤtterlich in Verfolgung derſelben. So bleib ich ſtolz, unbeugſam, unwandel⸗ bar; die Welt ſoll Beweiſe davon haben!— Aber, Rebekka, Du vergibſt mir?“——
„So vollkommen, als nur immer ein Schlacht⸗ opfer ſeinem Henker vergab!“
„So leb' denn wohl,“ ſprach der Templer, und verließ das Gemach.— Derr Praͤzeptor Albert hakte im anſtoßenden Zim⸗ mer der Ruͤckkehr Bois Guilberts gewartet.“
„Du biſt lange geblieben!“ ſagte er.„Ich habe


