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indeſſen auf gluͤhenden Kohlen gelegen. Wie? wenn der Großmeiſter oder ſein Spion Konrad hieher ge⸗ kommen waͤre? Meine Gefalligkeit kaͤme mir theuer zu ſtehn?— Aber was iſt Dir, Bruder?— Dein Tritt ſchwankt! Deine Stirn iſt ſo finſter, wie die Nacht! Biſt Du wohl, Bois Guilbert?“
„Ja,“ antwortete der Templer,„ſo wohl, als der Elende, der in einer Stunde ſterben ſoll!— Nein, beim heiligen Kreuz, nicht halb ſo wohl— Es gibt derer, welche das Leben wie ein abgetrage⸗ nes Kleid ablegen! Bei Gott, Malvoiſin, das Maͤd⸗ chen da drinnen hat mich beinahe uͤbermannt. Halb bin ich entſchloſſen, zum Großmeiſter zu gehn, An⸗ geſichts ſeiner den Orden abzuſchwoͤren, und mich der Grauſamkeit zu entziehen, zu deren Vollbringung mich ſeine Tyrannei auserſehen hat.“
„Biſt Du von Sinnen?“ rief Malvoiſin;„Du magſt Dich wohl ſelbſt dadurch zu Grunde richten⸗ allein das Leben dieſer Juͤdinn nicht retten, das Dir ſo koſtbar ſcheint. Beaumanoir wird einen andern Kaͤmpfer fuͤr ſein Urtheil waͤhlen, und die Angeklagte geht eben ſo gewiß unter, als wenn Du ſelbſt dieſe Pflicht uͤbernommen haͤtteſt.“
„Das iſt falſch!— Ich ſelbſt will fuͤr ſie in die Schranken treten,“ antwortete der Templer ſtolz; „und in dieſem Falle denk ich⸗ Malvoiſin, wirſt Du mir keinen im Orden aufbringen, der ſich vor mei⸗ ner Lanze im Sattel hielte.“ 3


