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es nicht blos zu Deinen Gunſten!— Nur Ehrgeiz gebie⸗ tet uͤber meine Schritte, wenn Du meine Liebe ver⸗ ſchmaͤhſt. Ich laſſe mir nicht beide aus den Haͤnden fpielen.— Mein Haupt vor Richard beugen?— von dieſem ſtolzen Herzen eine Gnade erflehn?— Niemals, Rebekka, ſoll ſich ihm der Orden des Tempels in meiner Perſon zu Fuͤßen legen. Wohl mag ich den Or⸗ den vergeſſen, nie aber ihn entehren oder verrathen!“
„Nun, ſo ſei mir Gott gnaͤdig!“ ſprach Rebekka, „denn auf Menſchenhuͤlfe darf ich nimmer hoffen!“
„So iſt es in der That,“ ſprach der Templer, „denn Dein Stolz hat ſeinen Mann in mir gefunden. Wenn ich mit eingelegter Lanze in die Schranken trete, dann glaube nicht, daß irgend eine menſchli⸗ che Ruͤckſicht mich hindern ſoll, all meine Kraft aufzubieten.— Bedenke Dein eigen Schickſal— den furchtbarſten Tod der niedrigſten Verbrecher zu ſterben— auf einem brennenden Holzſtoß verzehrt zu werden— aufgeloͤst zu werden in die Elemente, aus denen unſre Form ſeltſam zuſammengeſetzt iſt— wo nicht ein Staͤubchen uͤbrig bleibt von der anmuthvollen Geſtalt, die wir vor uns leben und ſich bewegen ſahen — Rebekka, es iſt keinem Weibe gegeben, ſolch eine Ausſicht zu ertragen— Du willigſt in meine Be⸗ werbung!“
„Bois Guilbert,“ antwortete die Juͤdinn,„Du kennſt nicht das Herz des Weibes, oder haſt nur mit ſolchen Umgaug gepflogen, die ihren beſſeren


