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Palaͤſtina thun— nicht die Saͤbel von tauſend und zehntauſend Sarazenen koͤnnen ſich den Weg ſo tief in das Land bahnen, um welches Nationen kaͤmpfen, als meine Kraft und Schlauheit, mit der meiner Bruͤder vereint, die, dem verruͤckten Alten zum Troz, mir im Guten und Boͤſen anhaͤngen wuͤrden. Du ſollſt eine Koͤniginn werden, Rebekka!— auf dem Berge Karmel wollen wir den Thron errichten, den meine Tapferkeit Dir gewinnen ſoll und ich will den lang erſehnten Stab mit einem Zepter vertauſchen.“
„Ein Traum,“ verſezte Rebekka,„ein eitles Traumbild, das, wenn es auch verwirklicht wuͤrde,
keinen Reiz fuͤr mich haͤtte; genug, daß ich die
Macht, die Du Dir einſt erringen magſt, nie mit Dir theilen werde; auch denk' ich von Vaterland und Glauben nicht ſo gering, daß ich den ſchaͤtzen ſollte, der dieſe Bande zerreißt, und die Verbindung des Or⸗ dens, deſſen geſchwornes Mitglied er iſt, aufloͤſen will, um eine regelloſe Leidenſchaft fuͤr die Tochter eines fremden Volkes zu befriedigen. Sezt keinen Preis auf meine Befreiung, Herr Ritter, verkauft nicht eine Handlung der Großmuth, beſchuͤzt den Unterdruͤckten aus Menſchlichkeit und nicht aus Gruͤn⸗ den der Selbſtſucht!— Tretet vor Englands Thron! Richard wird meine Berufung auf ihn von dieſem grauſamen Wuͤthrich nicht verwerfen!“
„Niemals, Rebekka,“ entgegnete ſtotz der Temp⸗
ler.„Wenn ich meinem Orden entſage, geſchieht W. Sceott's Werke. XLVII. 3


