eine ſchutzloſe Fremde, und Gott verbietet, wenn ſie die Milde unſerer Geſetze in Anſpruch nimmt, ihr ſolches zu verſagen. Ueberdieß ſind wir ebenſowohl Ritter und Krieger, als Diener der Kirche, und Schande waͤr' es fuͤr uns, unter irgend einem Vorwand einen angebotenen Kampf auszuſchlagen. So ſteht jetzt die Sache! Rebekka, die Tochter Iſaaks von York iſt durch viele und verdaͤchtige Um⸗ ſtände der Zauberei beſchuldigt, die ſie an der Perſon eines edlen Ritters unſers heiligen Ordens veruͤbt haben ſoll, und hat zu Erhaͤrtung ihrer Unſchuld auf einen Zweikampf angetragen. Wem, ehrwuͤrdige Bruͤder, meint Ihr, daß wir das Pfand des Kampfes uͤberliefern ſollen, um ihn zu unſerem Kaͤmpfer zu erwaͤhlen?“— 1
„Dem Brian de Bois Guilbert,“ verſetzte der Praͤzeptor von Goodalricke,„den es vornehmlich be⸗ trifft, und der am beſten weiß, wie es um die Wahrheit ſteht.“
„Aber,“ entgegnete der Großmeiſter„wenn unſer Bruder Brian unter dem Einfluß irgend eines Zanbers ſteht— wir ſprechen blos der Vorſicht wegen,— denn keinem Arme des Ordens wuͤrden wir lieber dieſe und ſelbſt eine noch wichtigere Angelegenheit anvertrauen.“
„Hochwuͤrdiger Vater,“ erwiederte der Praͤzeptor von Goodalricke,„kein Zauberbann vermag etwas uͤber den Ritter, der ſich zum Kampfe fuͤr ein Gottes⸗ urtheil, ſtellt.“ 2: it.
8


