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3 7. ihn ſterben kann ich, wenn es Gottes Wille iſt.—
Laßt mich Eure Antwort auf mein Begehr eines
Kaͤmpfers vernehmen!“
„Gebt mir den Handſchuh. Ein ſchwaches, gebrechliches Pfand fuͤr einen ſo toͤdtlichen Zweck!“ ſprach Beaumanoir das feine Gewirk und die zarten, kleinen Finger betrachtend.„Siehſt Du, Rebekka, wie ſich Dein kleiner, leichter Handſchuh zu unſern ſchweren, ſtaͤhlernen verhaͤlt, ſo verhaͤlt ſich Deine Sache zu der des Tempels; denn es iſt unſer Orden, den Du herausgefordert haſt.“
„Werft meine Unſchuld in die andere Schale,“ antwortete Rebekka,„und der ſeidene Handſchuh wird den eiſernen aufwiegen.“
„So weigerſi Du Dich alſo beharrlich, Deine
Schuld zu bekennen, und verbleibſt bei Deiner kuͤhn⸗
lichen Ausforderung?“
„Ja, edler Herr,“ antwortete Rebekka.
„So ſei es denn im Namen Gottes,“ ſprach der Großmeiſter,„und moͤge Gott das Recht aus Licht foͤrdern.“
„Amen!“ riefen die ihn umgebenden Praͤzeptoren; und das Wort hallte dumpf durch die Verſammlung hin. „Bruͤder!“ ſprach Beaumanoir,„Ihr ſeht, d wir dem Weibe die Wohlthat des Rechtſpruchs durch Zweikampf abſchlagen konnten;— allein obgleich ſie eine Juͤdinn und Unglaͤubige iſt, ſo iſt ſie ja auch


