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fremd ſei, fie nothwendig aus unerlaubten magiſchen Mitteln zuſammengeſetzt ſeyn muͤſſe, da ſie ſelbſt, ob⸗ wohl keine Schwarzkunſtler, jedem ihrer Zweige ge⸗ wachſen ſeien, ſoweit man es mit gutem Gewiſſen von einem Ehriſten erwarten koͤnne. Als die mediziniſche Unterſuchung zu Ende war, hat der ſaͤchſiſche Land⸗ mann demuͤthig um Zuruͤckgabe der Arznei, deren Heilkraft er erprobt haͤtte. Allein der Großmeiſter runzelte die Stirn, und fragte den Kruͤppel, wie er hieße.
„Higg, der Sohn Snells,“ antwortete der Lanbmann. f
„So ſag ich dir denn, Higg, Sohn Snells,“ ſprach der Großmeiſter,„daß es beſſer iſt, bettlaͤgerig zu ſein, als von einem Unglaͤubigen eine Wohlthat anzuneh⸗ men, um wieder ſtehn und gehn zu koͤnnen, beſſer den Unglaͤubigen mit offener Gewalt ihre Schaͤtze zu rauben, als von ihnen Wohlthaten zu empfangen, oder ihnen um Lohn zu dienen. Gehe hin und thue nach meinen Worten!“
„Ach, wenn Ew. Hochwuͤrden nicht unguͤtig neh⸗ men wollen,“ verſetzte der Landmann, die Lehre koͤmmt fuͤr mich zu ſpaͤt, denn ich bin ein verſtuͤmmelter Mann, allein ich will es meinen zwei Bruͤdern ſagen, die bei dem reichen Rabbi Nathan Ben Samuel dienen, daß Ew. Großmeiſterliche Gnaden es fuͤr geeigneter hal⸗ ten, ihn zu berauben als ihm treu zu dienen.“
„Fort mit dem elenden Schwaͤtzer,“ rief Beau⸗ manoir, der nicht darauf vorbereitet war, dieſe prak⸗


