134½ Talisman und Zauberſpruch ein Werk zu vollenden, das aus Thorheit und Muͤßiggang begonnen wurde, Es mag ſein, daß unſer Bruder Bois Guilbert in dieſer Geſchichte mehr Mitleid, als ſtrenge Zuͤchtigung verdient, mehr die Stuͤtze des Stabs, als die Streiche der Ruthe— und daß unſre Ermahnungen und Gebete ihn von ſeinem Wahnſinn heilen, und ihn ſeinen Bruͤdern wieder zuwenden moͤgen.“ „Es waͤre Jammerſchade,“ erwiederte Konrad Montfitchet,„wenn der Orden eine ſeiner beſten Lan⸗ zen verloͤre zu einer Zeit, wo die heilige Bruͤderſchaft ihrer Huͤlfe am dringendſten bedarf. Mit eigner Hand hat Bois Guilbert dreihundert Sarazenen erſchlagen.“ „Das Blut dieſer verfluchten Hunde,“ fiel der Großmeiſter ein,„wird den Heiligen und Engeln, die ſie verachten und laͤſtern, ein ſuͤßes Opfer ſein; und mit ihrer Huͤlfe wollen wir den Zauberkuͤnſten entgegenwirken, worein ſich unſer Bruder verfangen hat. Er ſoll die Bande dieſer Delila zerreißen, wie Simſon die neuen Stricke zerriß, womit die Phili⸗ ſter ihn gebunden hatten; oder die ſchaͤndliche Hexe, aburn Glied des heiligen Tempelordens in ihrem Zauber befangen haͤlt, ſoll des Todes ſterben!“ „Allein die Geſetze Englands,“— entgegnete der Praͤzeptor, der, ſo entzuͤckt er auch war, daß des Groß⸗ meiſters Rache, von ihm und Bois Gailbert ſich ab⸗ wendend, ein neues Ziel gefunden, dennoch befuͤrch⸗ tete, ſie moͤchte ihn zu weit fuͤhren.
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