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„Die Geſetze Englands,“ erwiederte Beaumanoir, „erlauben und ermaͤchtigen jeden Richter innerhalb ſeines Gerichtsbezirks Gerechtigkeit zu uͤben. Der ge⸗ ringſte Edelmann kann eine auf ſeinem Gebiet ge⸗ fundene Hexe verhaften und ſie nach gepflogener Un⸗ terſuchung verurtheilen. Sollte dieß Recht dem Groß⸗ meiſter innerhalb ſeines Territoriums verweigert ſein?— Nein! wir wollen richten und verdammen. Die Hexe ſoll von der Erde vertilgt, und der Schwaͤche vergeben werden! Bereitet die Schloßhalle zum Ver⸗ hoͤr der Zauberinn.“
Albert Malvoiſin verbeugte ſich und ging— nicht um Anſtalten zur Zubereitung der Halle zu treffen, ſondern um Brian de Bois Guilbert aufzuſuchen und ihm zu berichten, wie ſich die Geſchichte noch wenden ließe. Bald fand er ihn, wie er ſchaͤumend vor Wuth von einer Zuruͤckweiſung der ſchoͤnen Juͤdinn zuruͤck⸗ kam.„Die Unbeſonnene! die Undankbare!“ rief er, „ihn zu verſchmaͤhen, der ſie mit Gefahr ſeines Le⸗ bens aus Tod und Flammen errettete! Beim Him⸗ mel, Malvoiſin, ich hielt aus, bis Dach und Pfeiler rings um mich krachend zuſammenſtuͤrzten. Ich war das Ziel von hundert Pfeilen; ſie ſchlugen an meine Ruͤſtung, gleich Hagelſteinen an ein Gitterfenſter, und der einzige Gebrauch von meinem Schilde war ihre Beſchuͤtzung. Das that ich fuͤr ſie und nun ſchmaͤht mich das eigenſinnige Geſchoͤpf, daß ich's nicht um⸗ kommen ließ, und verſagt mir nicht nur das geringſte


