Teil eines Werkes 
46. Band, Ivanhoe : 4. Theil (1827)
Entstehung
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Hand ihn ſeinem Begleiter hinhaltend mit der andern leicht beruͤhrend rief er,—„ein ſchöner Stoff fuͤr den Brief eines Chriſten an einen Andern,— beide Mitglieder— nicht unanſehnliche Mitglieder geiſtlicher Bruͤderſchaften. Wann wirſt du“ ſprach er feierlich gen Himmel blickend,„kommen mit deiner Schwinge, die Tenne zu reinigen?“

Montfitchet nahm den Brief aus der Hand ſeines Obern und wollte ihn leſen.„Lies ihn laut, Kon⸗ rad,“ ſprach der Großmeiſter,„und du Jude, gib auf den Inhalt Acht, du mußt uns uͤber ihn Rede ſtehn.“

Konrad las den Brief, der folgenden Inhalts war:

„Aymer, von Gottes Gnaden Prior des Ziſter⸗ zienſerkloſters zur heiligen Maria von Jorvaulr an Sir Vrian de Bois Gullbert, einen Ritter des heil. Tempelordens, Geſundheit und die Gunſt des Bacchus und unſrer lieben Frauen Venus zuvor! Unſre gegenwaͤr⸗ tige Lage anlangend, ſind wir, theurer Bruder, in den Haͤnden einiger geſetz⸗ und gottloſer Menſchen, die ſich nicht entbloͤdet haben, uns gefangen zu neh⸗ nehmen, und ein Loͤſegeld aufzuerlegen, ſo wie ſte uns auch Front de Boeufs Ungluͤck, und deine Flucht mit der juͤdiſchen Zauberinn, die deine Augen beherte, mitgetheilt haben. Sehr erfreut ſind wir ob deiner Rettung, doch warnen wir dich in Hinſicht dieſer zweiten Hexe von Endor auf deiner Hut zu ſein; denn man hat uns insgeheim berichtet, daß Euer Großmeiſter, der ſich nicht auf rothe Wangen und