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„Iſt es nicht ſchicklicher,“ ſprach der Großmeiſter, „dieſen Damian in das Gewand der chriſtlichen De⸗ muth gekleidet, und in ehrfurchtsvollem Schwei⸗ gen vor ſeinem Vorgeſezten ſtehn zu ſehen, als zwei Tage fruͤher, wo der Thor in einem geſtickten Wamms erſchien, mit Schellen klingend und ſtolz wie ein Papagai?— Sprich Damian, wir erlauben dir's — Was iſt deine Botſchaft?“
„Ein Jude ſteht vor dem Thor, edler und ehrwuͤr⸗ diger Vater, und bittet mit dem Bruder Brian de Bois Guilbert ſprechen zu duͤrfen.“
„Du haſt Recht gethan, an mich die Botſchaft zu bringen,“ erwiederte der Großmeiſter,„in unſrer Ge⸗ genwart iſt ein Praͤzeptor nur ein gewoͤhnliches Mit⸗ glied unſres Ordens, das nicht ſeinem eigenen Willen, ſondern/ dem ſeines Meiſters folgen muß— wie's der Text verlangt.„Er hoͤrte mich, und gehorchte mir.“
„Es iſt fuͤr mich beſonders wichtig, das Thun die⸗ ſes Bois Guilbert kennen zu lernen,“ ſprach er an ſeinen Begleiter ſich wendend.
„Der Ruf unennt ihn brav und tapfer,“ verſezte Konrad.
„Und nennt ihn mit Recht ſo,“ ſprach der Groß⸗ meiſter;„in unſrer Tapferkeit allein ſind wir von un⸗ ſern Vorfahren, den Helden des Kreuzes, nicht abge⸗ artet. Allein Rruder Brian kam in unſern Orden als ein unzufriedener, eigenwilliger Mann, nicht aus wahrem innern Drang des Herzens, wie ich glaube,
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