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ganzen Chriſtenheit ſind, muß ausgerottet werden.— Oder— gedenke meiner Worte!— der Boden des Tempels wird zerſtört werden— und ſeine Staͤtte ſelbſt wird nicht mehr bekannt ſein unter den Voͤlkern.“ „Moͤge Gott ein ſolches Ungluͤck von uns wen⸗ den!“ verſezte der Praͤzeptor.. „Amen!“ ſprach der Großmeiſter feierlich;„allein wir muͤſſen uns ſeiner Huͤlfe wuͤrdig machen! Ich ſage dir, Konrad, daß weder die Macht im Himmel, noch die auf Erden die Verworfenheit dieſes Geſchlechts laͤn⸗ ger dulden wird.— Ich ſehe richtig.— Der Grund, auf den unſer Gebaͤnde aufgerichtet ward, iſt bereits untergraben, und jeder Zuſatz, den wir zum Bau unſrer Groͤße machen, dient blos dazu, daß ſie
um ſo eher in den Abgrund ſinkt. Zir muͤſſen unſre
Schritte zuruͤckthun, und uns als treue Kaͤmpen des Kreuzes zeigen, und unſrem Berufe nicht allein unſer Blut und Leben, nicht unſre Luͤſte und boͤſe Angewoͤh⸗
. nungen opfern,— nein unſre Bequemlichkeit, unſer
Wohlleben zum Opfer bringen, und manches Vergnuͤ⸗ gen, das andern erlaubt ſein mag, muß uns, den ge⸗ weihten Streitern des Tempels, verſagt ſein.“
In dieſem Augenblick trat ein Knappe in abgetra⸗ genem Gewand(denn die Aſpiranten zum heiligen Or⸗ den trugen waͤhrend ihres Noviziats die abgelegten Kleider der Ritter) in den Garten, verbeugte ſich tief vor dem Großmeiſter, und erwartete ſtillſchweigend deſ⸗ ſen Exlaubniß, ſeine Botſchaft mitzutheilen.
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