17 digung drang ſchauerlich von den Zinnen in das Schloß hinab;„dieſer Schlachtruf verkuͤndet den Fall deines Hauſes! Der blutgeduͤngte Bau von Front de Boeufs Macht ſtuͤrzt in ſeinen Grundveſten vor ſeinen verachtet⸗ ſten Feinden zuſammen!— Die Sachſen, Reginald! die verachteten Sachſen erklimmen deine Waͤlle!— Warum liegſt du hier, gleich einem entmannten Skla⸗ ven, indeß die Sachſen dein feſtes Schloß ſtürmen?“
„Hoͤlle und Teufel!“ rief der verwundete Ritter; „nur noch eines Augenblickes Kraft, um mich in den Kampf zu ſchleppen und zu ſterben, wie meinem Na⸗ men ziemt!“
„Hoffe darauf nicht, tapferer Krieger!“ entgegnete ſie;„du ſollſt nicht den Tod des Kriegers ſterben, du ſollſt wie der Fuchs in ſeinem Bau umkommen, wenn die Bauern ringsum Feuer angezuͤndet haben?“
„Verhaßte Here, du luͤgſt!“ rief Front de Boeuf; „meine Mannen halten ſich tapfer— meine Waͤlle ſind hoch und ſtark— meine Waffenbruͤder nehmen's mit einem Heer von Sachſen auf, und waͤren ſie von Hengiſt und Horſa angefuͤhrt!— Hoch uͤber den Schlachtlaͤrm ertoͤnt der Loſungsruf des Templers und der Freibeuter.— Und bei meiner Ehre, wenn wir das hellauflodernde Freudenfeuer uͤber unſere Beſreiung anzuͤnden, ſo ſoll es dich mit Haut und Haar verzeh⸗ ren; und ich will's noch erleben, daß es heißt, du ſeiſt
von den irdiſchen Flammen zu denen der Hoͤlle Hinab⸗ 2W. Scott's ſämmtl. Werke, XLVI.


