14 bellion auf— nicht ich allein— es waren fuͤnzig Ritter und Barone, die Bluͤthe der Grafſchaften in der Mitte des Landes— nie haben beſſere Ritter die Lanze eingelegt— ſoll ich verantworten, was fünzig gethan haben?— Falſcher Teufel, ich trotze dir! Hebe dich weg und beunruhige mein Lager nicht mehr! Laß mich in Frieden ſlerben, wenn du ein Sterblicher biſt — biſt du ein boͤſer Geiſt, ſo hat deine Stunde noch nicht geſchlagen.“
„Du ſollſt nicht in Frieden ſterben,“ wiederholte die Stimme,„auch im Tode ſollſt du deiner Mord⸗ thaten gedenken— der Seußzer, die dieſes Schloß wi⸗
derhallte— des Bluts, das dieſe Fußboden tranken.“
„Du kannſt mich mit deiner kleinlichen Bosheit nicht erſchuͤttern,“ antwortete Front de Boeuf, mit ei⸗ nem graßlichen, grinſenden Lachen.„Der unglaͤubige
Jude— ich erwarb mir ein Recht auf die Seligkeit,
daß ich ſo mit ihm umſprang, weßhalb wurden ſonſt Menſchen fuͤr das vergoſſene Sarazenenblut heilig ge⸗ ſprochen? Die ſaͤchſiſchen Schweine, die ich erſchlug,
waren die Feinde meines Vaterlandes, meines Ge⸗
ſchlechts und meines Oberlehnsherrn.— Ho! Ho! du
ſiehſt, mir iſt nicht beizukommen— biſt du geſchla⸗
gen?— biſt du verſtummt?“
„Nein, ſchaͤndlicher Vatermoͤrder!“ entgegnete die
Stimme; denk' an deinen Vater!— denk' an ſeinen
Tod! denk' an den Bankettſaal, von ſeinem Blute ge⸗
traͤnkt, das ſeines Sohnes Hand vergoß!“
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