6
bedeutender Ring iſt aus der Kette fuͤr Prinz Johanns Unternehmen geſprungen.“
„Und ein braver Zuwachs fuͤr das Reich des Sa⸗ tans,“ meinte de Bracy.„Das koͤmmt von ſeinem Laͤſtern auf Engel und Heilige, und ſeinem frevelhaf⸗ ten Befehl, die Bildſaͤulen heiliger Maͤnner auf die verdammten Yeomen hinabzuwerfen.
„Geh, geh, du biſt din Narr!“ entgegnete der Templer,„um deinen Aberglanben oder Front de Boeufs Unglauben kehre 9 die Hand nicht um, kei⸗ ner von Euch beiden kann fuͤr ſeinen Glauben oder Unglauben einen vernuͤnftigen Grund angeben.“ „Benedicite, Herr Templer,“ erwiederte de Bracy, „ich erſuche Euch, Eure Zunge mehr im Zaum zu halten, wenn ich das Thema bin, heilige Mutter Got⸗ tes! bin ich doch ein beſſerer Chriſt als du und deine
ganze Sippſchaft; es geht gar ein uͤbles Geruͤcht, als
ob der allerheiligſte Drden vom Tempel Zion nicht wenig Ketzer zaͤhle, und daß Sir Brian de Bois Guilbert einer von dieſen Auserwaͤhlten ſei.“ „Kehre dich nicht an ſolches Gerede!“ ſprach der Templer;„wir wollen auf die Vertheidigung des Schloſſes denken. Wie fochten dieſe Schufte auf dei⸗
ner Seite?“
„Wie eingefleiſchte Teufel,“ erwiederte de Brach.
„Sie ſtuͤrmten dicht an die Mauer heran von dem Schurken angefuͤhrt, der, wie ich glaube, bei dem Bo⸗ genſchießen den Preis gewann, ich kenn ihn an ſeinem


