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wie unertraͤglich es einem an ritterliche That ge⸗ wohnten Manne iſt, gleich einem Moͤnche, oder ei⸗ nem Weib die Haͤnde in den Schooß zu legen, wenn ruhmvolle Thaten rings um ihn geſchehen! Die Liebe zum Kampf iſt die Nahrung, von der wir leben— der Staub der Schlacht der Lebensathem unſrer Bruſt! Wir leben— wir wuͤnſchen nicht laͤnger zu leben, als ſo lange uns Sieg und Ruhm bekraͤnzt.— Das wollen die Geſeze des Ritterthums, zu dem wir ge⸗ ſchworen, und dem wir Alles opfern, was uns theuer iſt „Ach,“ ſprach die ſchoͤne Juͤdinn,„und was heißt
das anders, als dem Daͤmon falſcher Ehre opfern, durch die Feuer des Moloch gehen?— Was bleibt s Blut, das Ihr ver⸗
Euch als Siegespreis fuͤr all das
goſſen?— fuͤr alle Muͤhen und Beſchwerden, die Ihr ertragen?— fuͤr alle die Thraͤnen, deren Ur⸗ ſache Ihr ſeid, wenn der Tod des ſtarken Mannes Speer zerbrochen und die Blitzesſchnelle ſeines Streit⸗ roſſes uͤberholt hat?“
„Was uns bleibt?“ rief Ivanhoe;„Ruhme, Maͤdchen, Ruhm! der unſre Grabſtaͤtte verguͤldet und unſere Namen der Nachwelt preist.“ 3
„Nuhm?“ fuhr Rebekka fort,„ach iſt der ro⸗ appenzeichen aͤber der duͤſtern,
ſtige Schild, der als W ch modernden Grabſtaͤtte des Ritters haͤngt— iſt die verblichene Inſchrift, die der unwiſſende Moͤnch ilt
Muͤhe dem fragenden Pilgersmann entziffert— iſt


