Teil eines Werkes 
45. Band, Ivanhoe : 3. Theil (1827)
Entstehung
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einer Tochter und dem verwundeten Ritter von Cedric gefunden, und fiel bald darauf in die Haͤnde de Bracy's und ſeiner Verbuͤndeten. Man nahm an⸗ fangs wenig Notiz von der Saͤnfte und haͤtte ſie vielleicht ganz zuruͤckgelaſſen, wenn nicht de Bracy geglaubt haͤtte, Rowena, die ſich noch nicht entſchleiert hatte, in ihr zu finden. Hoͤchſt erſtaunt fand er darin einen verwundeten Mann, der ſich in der Gewalt ſaͤch⸗ ſiſcher Geaͤchteten waͤhnend, ohne Bedenken als Wil⸗ fried von Ivanhoe ſich ankuͤndigte.

Die Begriffe von ritterlicher Ehre, welche trotz ſeinem Leichtſinn und ſeiner Wildheit, nicht gaͤnzlich bei Bracy verſchwunden waren, verboten ihm, dem Ritter in ſeinem huͤlfloſen Zuſtand irgend eine Kraͤn⸗ kung zuzufuͤgen, oder ihn an Front de Boeuf zu ver⸗ rathen, der keinen Anſtand genommen haͤtte, ihm, der ſeinen Anſpruͤchen auf das Lehn von Jvanhve im Wege war, den Tod zu geben. Dagegen hieß, einen von Lady Rowena beguͤnſtigten Nebenbuhler befreien, wie die Vorgaͤnge beim Turnier und Wil⸗ frids Verbannung aus dem vaͤterlichen Hauſe auſſer allen Zweifel ſetzten, von de Bracy's Großmuth in der That zu viel gefordert. Ein Mittelweg zwiſchen Gut und Schlecht war das einzige, wozu er ſich ver⸗ ſtehen konnte; er befahl zweien ſeiner eigenen Knap⸗ pen, ſich dicht neben der Saͤnfte zu halten, und Nie⸗ mand zu geſtatten, ihr zu nahen. Wenn man ſie fragte, waren ſie von ihrem Herrn angewieſen, zu