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Reginald Front de Boeufs erhob. Es war von nicht großem Umfange, und beſtand aus einem hohen, viereckigen Thurme, von kleineren Gebaͤuden umge⸗
waren. Um den aͤuſſern Wall zog ſich ein tiefer Gra⸗ ben, der von dem nahen Fluſſe Waſſer erhielt. Front de Boeuf, den ſein Charakter in ſtete Fehden mit ſeinen Nachbarn verwickelte, hatte die Befeſtigung des Schloſſes dadurch noch betraͤchtlich erweitert, daß
ſie aus allen Ecken beſtrichen. Cedric ſah nicht ſo bald die Thuͤrme von Front
Mauern, von der Morgenſonne uinglaͤnzt, aus dem ſie umgebenden Walde emporſteigen, als auch eine zlemlich richtige Ahnung von dem Grund leines Miß⸗ geſchickes in ihm aufſtieg.
„ Ich that den Raͤubern und Geaͤchteten dieſes Waldes Unrecht,“ ſagte er,„wenn ich vermuthete, daß ſolche Schurken zu ihrer Bande gehoͤrten; eben ſo gut haͤtte ich die Fuͤchſe in dieſen Forſten mit den Raubwoͤlfen Frankreichs verwechſeln koͤnnen. Sagt mir, Hunde, iſt es mein Leben, oder mein Vermoͤ⸗ gen, wonach Euer Gebieter trachtet? Iſt's noch zu viel, daß zwei Sachſen, ich und der edle Athelſtane in einem Lande Grundeigenthum beſitzen, das unſrem Geſchlechte einſt alleinig zugehoͤrte? Schleppt uns
ben, die von einem innern Hofraum umſchloſſen
er die aͤußere Mauer mit Thuͤrmchen verſah, welche
de Boeufs Schloß, mit ihren grauen, moosbedeckten
zum Tode, nehmt uns das Leben, wie Ihr es mit


