Teil eines Werkes 
44. Band, Ivanhoe : 2. Theil (1827)
Entstehung
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3 15² 3 Weſſen Freund? entgegnete der Einſiedler, das iſt nun freilich eine Frage, die ſich leichter ma⸗ chen, als beantworten laͤßt. Weſſen Freund? Ei nun beſinne ich mich, er iſt der ehrliche Waldauf⸗ ſeher, von dem ich Dir erſt noch erzaͤhlte. Ein ehrlicher Waldaufſeher, wie Du ein frommer

Einſiedler biſt, erwiderte der Ritter,ohne Zweifel.

Aber oͤffne ihm nur die Thuͤr, ehe er ſie aus den An⸗ geln bricht.

Die Hunde, welche bis dahin ein furchtbares Ge⸗ heul erhoden hatten, ſchienen nun die Stimme deſſen zu erkennen, der auſſen war, denn ſie begannen an der Thuͤr zu kratzen und zu winſeln, als wollten ſie ſeine Zulaſ⸗ ſung erbitten. Der Einſiedler riegelte ſchnell die Thuͤr auf und ließ Loksley und ſeine beiden Begleiter ein.

Nun, Eremit, war des Yeomens erſte Frage, als er des Ritters anſichtig wurde,welch' wackern Geſellen haſt Du hier?

inen Bruder von unſerem Orden, erwiederte der Moͤnch, mit dem Kopfe winkend,wir ſind die ganze Nacht im Gebete gelegen.

Er iſt ein Moͤnch von der ſtreitbaren Kirche, denk ich, antwortete Loksley;es ſind ihrer noch mehr auf dem Wege. Ich ſags Dir, Bruder, Du mußt jetzt Deinen Roſenkranz bei Seite legen, und den Kampf⸗ ſtock nehmen; wir beduͤrfen eines Jeden unſerer Freun⸗

de, ſei er nun Laie oder Kloſterbruder. Aber, fuhr er fort, indem er mit dem Moͤnch bei Seite trat,