155 „biſt Du verruͤckt, daß Du einen Ritter aufninunf, den Du nicht kennſt? Haſt Du unſre Artikel vergeſſen?“
„Ihn nicht kennſt!“ wiederholte kecklich der Moͤnch, „ich kenn' ihn ſo gut, als der Bettler die Schuͤſſel kennt.“ Wie heißt er denn?“ fragte Lolsle
„Sein Name,“ antwortete der Ein ni dler,„ſein Name iſt Sir Anton von Swableſtan— als ob ich mit einem Manne trinken wuͤrde, deſſen Namen ich nicht kenne!“
„Du haſt mehr als zu viel getrunken, Bruder!“ ſprach der Weidmann,„und ich fuͤrchte, mehr als gut iſt, dabei geſchwatzt.“
„Guter Yeomen,“ ſprach der Ritter vortretend, „ſei nicht boͤſe auf meinen luſtigen Wirth; er ließ mir nur die Gaſtfreundſchaft angedeihen, zu der ich ihn gezwungen haben wuͤrde, wenn er ſie mir verſagt haͤtte.“
„Du mich gezwungen!“ rief der Moͤnch,„warte nur, bis ich die graue Kutte gegen eine gruͤne Jacke vertauſcht habe, und wenn ich meinen vierkantigen Stock nicht zwoͤlt Mal um Deinen Kopf tanzen laſſe, ſo bin ich weder ein aͤchter Moͤnch, noch ein wackerer Jaͤgersmann.“ Mit dieſen Worten ſtreifte er ſeine Kutte ab, und ſtand in einer engen ſchwarzen Jacke und Unterkleidern von gruͤner Farbe da.„Ich bitte Dich,“ wandte er ſich an Wamba,„binde meine Schnuͤre zu, Du ſollſt einen Becher Sekt zum Lohn fuͤr deine Muͤhe haben.“


