151 das Geraͤuſch nicht hoͤre, ſtimme mit ein in das, was Du mich ſingen hoͤrſt, auf die Worte koͤmmts nicht an, ich weiß ſie ſelber kaum.“
Damit brach er in ein donnerndes De profundis clamavi aus, waͤhrend er die Trinkgeraͤthe wegraͤumte, und der Ritter herzlich lachend, ſich waffnete, und mit ſeinem Wirth von Zeit zu Zeit einſtimmte, ſo wie es ihm ſeine Luſtigkeit erlaubte.
„Was fuͤr Teufelsfruͤhmetten ſind das zu dieſer Stunde?“ rief eine Stimme von auſſen.
Der Einſiedler, den ſein eigener Laͤrm und viel⸗ leicht ſeine naͤchtlichen Libationen hindern mochten, eine ihm ſonſt vertraute Stimme zu erkennen, ſagte:„der Himmel vergeb Euch, Herr Reiſender! zieht Eures Weges in des Himmels und des heiligen Dunſtans Namen, und ſtoͤrt mich und meinen frommen Bruder in ſeinen Andachtsuͤbungen nicht.“
„Toller Prieſter,“ antwortete eine Stimme von auſſen,„oͤffne Loksley.“
„s iſt Alles ſicher, Alles recht,“ ſprach nun der Einſiedler zu ſeinem Kameraden.
„Aber wer iſt er?“ fragte der ſchwarze Ritter, „es liegt mir viel daran, es zu wiſſen.“
„Wer er iſt?“ antwortete der Einſiedler,„ich ſag’ Dir, er iſt ein Freund.“
„Weſſen Freund?“ fragte der Ritter;„er mag ein Freund von Dir ſein, ohne damit noch der meinige zu ſein.“


