Teil eines Werkes 
44. Band, Ivanhoe : 2. Theil (1827)
Entstehung
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150 4 Ei, zum Henker, verſetzte Gurth,der luſtige Möͤnch von Copmanhurſt iſt in der Gegend wohlbe⸗ kannt; er iſt es, der die Haͤlfte des Wildes allein er⸗ legt, das hier geſtohlen wird Die Leute ſagen, der Waldhuͤter habe bei ſeinem Vorgeſetzten uͤber ihn Klage

er nicht beſſere Ordnung haͤlt.

Waͤhrend ſie ſo ſprachen, hatte Loksleys wiederhol⸗ tes, lautes Pochen endlich den Einſiedler und ſeinen Gaſt aufgeſtoͤrt.Bei meinem Roſenkranz, ſagte der Eremit,da kommen noch mehr verſpaͤtete Gaͤſte; ſie duͤrfen uns nicht in unſern frommen Uebungen uͤber⸗ raſchen. Jeder hat ſeine Feinde, guter Herr Faulen⸗ zer und manche ſind boshaft genug, die gaſtliche Er⸗ guickung, die ich Euch, als einem ermuͤdeten Wande⸗ rer zu Theil werden ließ, fuͤr Schwelgerei und Trun⸗ kenheit auszulegen, Fehler, die meinem Amte wie mei⸗ ner Neigung zuwider laufen.

Niedrige Verleumder! erwiderte der Ritter; hich wollr ich duͤrfre ſie zur Strafe ziehen. Uebrigens iſt es wahr, heiliger Vater, jeder hat ſeine Feinde; zudem gibt es hier zu Lande einige, die ich lieber durch das Viſir meines Helmes, als von Angeſicht zu Ange⸗ ſicht ſpreche. 4 4

So ſetze Deinen eiſernen Topf auf, Freund Faulenzer, ſagte der Einſiedler,indeß ich die⸗ ſe Flaſchen wegnehme, deren fruͤherer Inhalt gar wunderlich in meinem Kopfe haußt. Und damit man

gefuͤhrt, er werde aus Kutte und Zelle muͤſſen, wenn

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