34 im Mondlicht flatternden Faͤhnlein ſehen, und die Ge⸗ ſangstoͤne der Wachen, womit ſee ſich in naͤchtlicher Weile die Zeit vertrieben, vernehmen konnte. Hier hielten die Naͤuber.
„Weiter gehen wir nicht mit Euch,“ ſagten ſie;„es waͤre nicht geheuer fuͤr uns.— Erinnert Euch der Euch gewordenen Warnung— haltet geheim, was Euch dieſe Nacht widerfuhr, ſo werdet Ihr's nie zu bereuen haben— thut Ihrs nicht, ſo wird der Tower in London Euch nicht vor unſrer Nache ſchuͤtzen.“
„Gute Nacht, liebe Herren!“ ſagte Gurth,„ich werde Eurer Weiſung eingedenk ſein, hoffe aber, daß es Euch nicht beleidigen wird, wenn ich Euch ein ſichereres und ehrenvolleres Gewerbe wuͤnſche“
So ſchieden ſie, die Geaͤchteten nahmen ihre Richtung dahin zuruͤck, woher ſie gekommen waren, und Gurth begab ſich nach dem Zelte ſeines Herrn, dem er trotz der emp fangenen Warnung ſein ganzes naͤchtliches Abenteuer erzaͤhlte. 4 Der enterbte Ritter erſtaunte nicht weniger uͤber Re⸗
bekkas Edelmuth, von dem er jedoch keinen Nutzen zu
ziehen beſchloß, als uͤber den der Raͤuber, deren Ge⸗ werbe eine ſolche Eigenſchaft gaͤnzlich fremd zu ſein ſchien. Sein Nachdenken uͤber dieſe ſeltſamen Dinge ward jedoch durch das Beduͤrſniß der Ruhe unterbrochen, die ihm die Anſtrengungen des vergangenen, ſo wie die zu erwartenden des naͤchſten Tages unumgänglich nothwendig machten. Der Nitter legte ſich demnach auf das prachtvelle
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