33 8 allgemeinen Urtheil eine Stimme gebend,„zwei meiner Kameraden ſollen Dich den beſten Weg zum Zelte Deines Herrn ſuͤhren, um Dich vor Nachtwandlern zu beſchuͤtzen, welche weniger Zartgefuͤhl haben, als wir; denn in einer Nacht, wie dieſe iſt, wimmelt es von Leuten ſolcher Art. Huüte Dich aber,“ fuhr er in ernſtem Tone fort,„bedenke, daß Du mir Deinen Namen nicht ſagen wollteſt, frage nicht nach dem unſrigen, und ſuche nicht zu erforſchen, wer wir ſind; wenn Du einen ſolchen Verſuch wagſt, ſo wird es Dir ſchlechter als heute be⸗ kommen.“
Gurth dankte dem Hauptmann fuͤr ſeine Guͤte, und verſprach ihm, ſeinem Rathe zu folgen. Zwei der Geaͤch⸗ teten nahmen ihre Stoͤcke, hikßen Gurth ihnen folgen, und gingen einen Fußpfad entlang, der das Gebuͤſch und den daran ſtoßenden Moor durchſchnitt. Auſſen vor dem Dickicht traten ihnen zwei Leute entgegen, zogen ſich aber auf einige Worte, welche ihnen Gurths Be⸗ gleiter zuflüſterten, wieder zuruͤck, und ließen ſie unan⸗ gefochten voruͤbergehen. Dieſer Umſtand erregte bei Gurth die Vermuthung, daß die Bande ſehr ſtark ſei, und ordentliche Wachen in der Naͤhe ihres Lagerplatzes aufgeſtellt habe. Als ſie auf dem freien Felde waren, wo es Gurth ſchwer geworden waͤre, den Weg zu finden, führten ihn die Raͤuber gerade feldeinwaͤrts nach dem Gipfel einer kleinen Anhoͤhe, von welcher aus er vor ſich vom Monde erleuchtet die Paliſaden der Schranken
und die ſchimmernden Zelte am Ende derſelben mit den W. Seott Werke, XILIV.


