22 Zweites Kapitel.
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Geächteter. Steht, Herr, und werfet uns zu, was Ihr bei Euch habt, 3 Wo nicht, ſo machen wir Euch ſtehn, und plündern Euch. Speed. Wir ſind verloren, Herr, das ſind Räuber! Val. Meine Freunde—— Erſter Geächt. Nicht doch, mein Herr, wir ſind Eure Feinde! Zweit. Geächt. So ſeid doch ruhig! wir wollen ihn hören. Dritt. Geächt. Ja, ja, bei meinem Bart, das wollen wir— Er ſcheint ein Ehrenmann. 3 Zwei Edelleute aus Verona.
Die naͤchtlichen Abenteuer Gurths waren noch nicht beendigt; er wurde ſelbſt dieſer Meinung, als er an eini⸗ gen einzelnen Haͤuſern, die an der aͤuſſern Graͤnze des Dorfes lagen, vorübergegangen, und ſich in einem tiefen Hohlwege befand, der von beiden Seiten mit Haſelnuß⸗ und Hollunderſtauden bewachſen war, indeß hier und da eine Zwergeiche ihre Aeſte uͤber den Weg hinſtreckte. Der Weg ſelbſt war holprig und durch die vielen Fuhr⸗ werke, welche kuͤrzlich mancherkei Erforderniſſe zum Turnier herbeifuͤhrten, ſehr verdorhen. Es war dunkel auf dem Wege, denn die dichten Gebuͤſche und Zweige der Eichen ließen die Mondſtrahlen der milden Som⸗ mernacht nicht durchdringen.
Vom Orte hea haͤrte man das ferne Gelaͤrm mun⸗ teren Luſtharkeit, mit lautem Lachen untermiſcht und wohl auch von wildjubelnder Muſik uͤbertoͤnt. Alle
diee Täne zaugten von dem unordentlichen Zuſtand des
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