Teil eines Werkes 
43. Band, Ivanhoe : 1. Theil (1827)
Entstehung
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eigene Wahl 11 beſtimmen. Meine Tochter

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niginn der Schoͤnheit und Liebe! wozu noch mancher beifuͤgte:lange lebe die ſaͤchſiſche Fuͤrſtinn! lang le⸗ be das Geſchlecht des unſterblichen Alfred!

So unangenehm auch dieſe Toͤne dem Prinzen Jo⸗ hann ſein mochten, ſo ſah er ſich doch genoͤth igt, die Wahl des Siegers zu beſtaͤtigen; er verließ ſei⸗ nen Thron, ſtieg zu Pferd und ritt von ſeinem Gefolge begleitet wieder in die Schranken. Der Prinz hielt einen Augenblick unter der Gallerie der Lady Alicia, machte ihr ſein Compliment und be⸗ merkte gegen ſeine Umgebung:heilige Jungfrau, meine Herrn, wenn des Ritters Waffenthaten gezeigt haben, daß er Glieder und Nerven hat, ſo beweißt doch ſeine getroffene Wahl, daß ſeine Augen nicht zu den klarſten gehoͤren.

Bei dieſer Gelegenheit, wie uͤberhaupt waͤhrend eines ganzen Lebens hatte Johann das Ungluͤck, den Vharakter derer nicht zu kennen, die er für ſich zu ge⸗ winnen ſuchte. Waldemar Fitzurſe fand ſich mehr be⸗ leidigt, als geſchmeichelt, daß der Prinz ſo laut auſſer⸗ te, daß ſeine Tochter verſchmaͤht worden ſei.

Ich kenne kein Recht des Ritterthums, ſprach er,das koſtbarer und unveraͤußferlicher waͤre, als das jedes freien Ritters, die Dame ſeiner durch buhlt um Niemandes Auszeichnung und wird in ihrer eigenen Sphaͤre und in ihrem Rang ſtets das, was ihr gehuͤhrt, und in reichlichem Maſſe zu erhalten wiſſen.

Prinz Johann erwiederte nichts, ſondern ſpornte ſein Roß, als wollte er ſeinem Unm uthe Luft Ing chen, und ſprengte vor die Gallerie hin, wo Lady Rowena ſaß, indeß die Krone noch immer zu ihren Fuße I

Empfangt, ſchoͤne Lady.ſt 2 Eurer Herrſchaft, der Niemand ti Wir ſelbſt; und wenn es Euch heute gefaͤllt, mit Eurem edlen Varer und Enern Freunden Unſer Bankett auf dem Schloſſe zu Aſhby mit Eurer Gegenwart zu beeh⸗