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voruͤberſprengte, gab ihm der Prinz mit dem Stabe ein Zeichen; worauf jener dem Throne ſich nahete und ſeine Lanze einen Fuß hoch vom Boden ſenkend re⸗ gungslos hielt, als erwarte er die Befehle Johanns; waͤhrend alle Anweſenden die hohe Geſchicklichkeit bewunderten, womit er ſein feuriges Roß aus der hef⸗ tigſten Bewegnng ploͤtzlich zur Ruhe einer Bildſaͤule brachte.
„Herr enterbter Ritter,“ ſprach nun Prinz John, „denn dieß iſt der einzige Titel, den wir fuͤr jezt Euch zu geben wiſſen, es iſt nun Eure Pflicht ſowohl, als Euer Vorrecht, die ſchoͤne Dame zu nennen, die als Koͤniginn der Schoͤnheit und Liebe den Vorſitz bei der Feſtlichkeit des morgenden Tages fuͤhren ſoll. Wenn Ihr aber als Fremdling in unſerem Lande den Bei⸗ ſtand eines andern Urtheils begehren ſolltet, ſo dient Euch zu wiſſen, daß Alicia, die Tochter unſres tapfern Ritters Waldemar Fitzurſe, an unſerem Hofe ſeit lan⸗ ger Zeit die Erſte an Rang und Schoͤnheit iſt. In⸗ deſſen ſteht Euch frei, welcher Dame Ihr wollt, dieſe Krone zu ertheilen, wodurch ſolche nach Fug und Recht zur Koͤniginn der Liebe und Schoͤnheit erklaͤrt werden ſoll.— Erhebt Eure Lanze!“
Der Ritter gehorchte, und Prinz Johann ſteckte auf die Spitze der Lanze eine Krone von gruͤnem Atlas, mit einem goldenen Reiſe umgeben, an deſſen oberem Ende Pfeilſpitzen und Herzen, gleich den Stachelbeer⸗ blaͤttern und Kugeln an einer Herzogskrone auge⸗ bracht waren.
Zu dem unverholenen Winke in Hinſicht der Toch⸗ ter Waldemar Fitzurſes hatte der Prinz mehr als ei⸗ nen Grund, deren jeder ſeinen Urſprung in einem Geiſte hatte, welcher ein ſonderbares Gemiſch von Unbe⸗ dachtſamkeit, Anmaßung, niedriger Raͤnkeſucht und Ver chmitzheit war. Er wunſchte aus dem Andenken der ihn umgebenden Ritterſchaft das Andenken an ſei⸗


