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Senkung der Lanze. Die Geſchicklichkeit, womit er ſein Roß tummelte, und eine gewiſſe jugendliche An⸗ muth in ſeinen Bewegungen gewannen ihm den Bei⸗
den Zuruf ausſprach:„Beruͤhrt Ralph de Viponts Schild!— beruhrt des Johanniters Schild!'s iſt der wohlfeilſte Kauf; der ſitzt am wenigſten feſt.“ Der Kaͤmpfer ritt unter dem wohlgemeinten Zu⸗ rufen des Haufens nach dem erhoͤhten Platz, und zum Erſtannen aller Anweſenden gerade aufs mittulſte Zelt zu, und beruͤhrte mit dem ſpitzigen Ende ſeines Speers den Schild Brian de Bois Guilberts, daß er wider⸗ klang. Alle erſtaunten uͤber die Kuͤhnheit, aber nie⸗ mand mehr als der zum Kampf auf Leben und Tod geforderte Ritter ſelbſt. „Habt Ihr gebeichtet, Bruder 2“ fragte der Temp⸗ ler,„habt Ihr dieſen Morgen die Meſſe gehoͤrt, daß Ihr Euer Leben ſo keck in Gefahr ſetzt?“ „Ich bin mehr vorbereitst, demn Tod zu trotzen, als Ihr.“ entgegnete der enterbte Ritter; denn unter dieſem Namen hatte er ſich ins Turnierbuch ein⸗ tragen laſſen. „So nehmt Euern Platz in den Schranken,“ ſagte de Bois Guilbert,„und ſchaut Euch noch'mal die Sonne an, denn dieſe Nacht follt Ihr im Paradieſe ſchlafen.“ 3 „Großen Dank fuͤr deine Artigkeit,“ erwiederte der enterbte Ritter,„darum rathe ich dir, nimm ein friſches Pferd und eine neue Lanze, denn bei meiner Ehre, du wirſt beides brauchen.“ Nachdem er ſich ſo zuverſichtlich ausgedruͤckt, lenk⸗ te er ſein Roß nach dem Abhang und ritt an das nordliche Ende der Schranken zuruͤck, wo er ſeinen Gegner erwartend ſtille hielt. Der Beifallsruf der Menge begleitete ihn auch dießmal. Dbgleich ergrimmt uͤber die ihm ven ſeinem Geg⸗ ner
fall der Menge, die ſich bei den untern Klaſſen durch
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