Teil eines Werkes 
43. Band, Ivanhoe : 1. Theil (1827)
Entstehung
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ſplitter! kaͤmpft, tapſere Ritter, kaͤmpft! ſchoͤne Au⸗ gen blicken auf Eure Thaten!

Von Zeit zu Zeit ertoͤnte im wilden Siegerton, trotzig zum Kamvfe fordernd die Sarazenenmuſik der Ausforderer, waͤhrend der Poͤbel murrte, daß der Feſttag in ſolcher Unthaͤtigkeit voruͤber gehen ſollte; alte Ritter und Edle klagten uͤber den Verfall des kriegeriſchen Sinns, ſprachen von den Siegen ih⸗ rer juͤngeren Jahren, und wurden einig, daß das Land jezt auch nicht mehr ſolch auſſerordentliche Schoͤnheiten auszuweiſen habe, als die Feſte fruͤhe⸗ rer Zeiten verherrlicht haͤtten. Prinz Johann fing ſchon an, mit ſeiner Umgebung zu Rathe zu ge⸗ hen, ob es nicht Zeit ſei, das Bankett zu beginnen, und wie er genothigt ſei, Brian de Bois Guilbert den Preis zu zuerkennen; da er mit einer Lanze zwei Ritter niedergeworfen und den dritten buͤgellos gemacht habe.

Endlich, als eben die Sarazenenmuſik der Ausfor⸗ derer eine jener lange gehaltenen, ſtolzen Fanfaren beendigt hatte, welche man durch die ſchweigenden Schranken von Zeit zu Zeit vernahm, wurde ſie von einer einzelnen Trompete beantwortet, welche von der noͤrdlichen Seite her zum Kampf ausforderte. Aller Augen wandten ſich, den neuen Kaͤmpfer zu ſehen, den dieſe Toͤne verkuͤndeten; und die Schranken wa⸗ ren nicht ſobald geoffnet, als er in dieſelben einritt. So viel man einen vollkommen in die Ruͤſtung ge⸗ huͤllten Mann beurtheilen konnte, ſchien der neue Abenteurer nicht viel uͤber der mittleren Groͤße und mehr ſchlank als ſtark gebaut zu ſein. Seine Ruͤſtung war von Stahl, reich mit Gold ausgelegt, und die Deviſe auf ſeinem Schilde war ein junger mit der Wurzel ausgeriſſener Baum mit dem ſpaniſchen Wort Desdichado(Enterbter) umgeben. Er ritt ein feuri⸗ ges, ſchwarzes Roß, und wie er durch die Schranken kam, gruͤßte er den Prinzen und die Damen durch