Teil eines Werkes 
43. Band, Ivanhoe : 1. Theil (1827)
Entstehung
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ſchloſſenen Krieger gezeigt hatte. Mit angſtlicher Sehnſucht blickte er auf Athelſtane, der ſich in den galanten Ritterkuͤnſten der neueren Zeiten verſucht hatte, als wuͤnſchte er, dieſer moͤchte durch perſönli⸗ che Anſtrengungen den Sieg wieder erringen, der jezt dem Templer und ſeinen Verbuͤndeten zufallen muß⸗ te; allein obwohl er Muth und perſonliche Staͤrke be⸗ ſaß, ſo war Athelſtane doch zu traͤg und zu wenig ehrgeizig, um ſich den Muͤhen zu unterziehen, wie Eedric es von ihm zu erwarten ſchien.

Der Tag iſt gegen England, Mylord, ſprach Cedric mit einem nachdruͤcklichen Ton,fuͤhlt Ihr keine Luſt, die Lanze zu ergreifen? 3

Morgen werde ich im mélée(allgemeinen Tref⸗ fen) kaͤmpfen; es iſt nicht der Muͤhe werth, mich heute noch zu waffnen.

Zwei Dinge mißfielen Cedric in dieſer Rede. Erſtlich das normaͤnniſche Wort maélee(allgemei⸗ ner Kampf) und dann, daß er einige Gleichgultigkeit gegen die Ehre des Vaterlandes verrieth; allein die Rede kam von Athelſtane, gegen den er ſo tiefe Ehr⸗

furcht empfand, daß er ſich nie unterſtanden haͤtte

ſeine Bewegungsgruͤnde und Schwaͤchen zu tadeln. Auch hatte er nicht Zeit, eine Bemerkung zu machen; denn Wamba kam mit der Bemerkung dazwiſchen: Es ſei immer beſſer der Tapferſte unter Hunderten, als unter Zweien zu ſein.

Athelſtane nahm dieſe Worte als ernſtliches Compliment auf; allein Cedric, der beſſer verſtand, was der Spaßmacher ſagen wollte, warf ihm einen finſtern, drohenden Blick zu; und es war vielleicht ein Gluͤck fuͤr den Narren, daß Zeit und Ort ihn vor nachdruͤcklichern Beweiſen des Unwillens ſeines Gebieters ſchuͤtzten.

Noch immer waͤhrte die Pauſe im Turniere fort, und ward nur hin und wieder durch den Ruf der

Herolde unterbrochen:Liebe der Damen, Lanzenge⸗