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heit nicht aus Mangel an Muth, ſondern aus bloßer Unentſchloſſenheit entſtehe; andere dagegen mein⸗ ten, daß ſein anererbter Fehler die Trunkenheit ſeine nie ſehr ſcharfe Faͤhigkeit abgeſtumpft habe, und daß ſeine leidende Geduld und weichliche Gutmuͤthig⸗ keit nur noch die Hefen eines Charakters waͤren, der preiswuͤrdig haͤtte ſein koͤnnen, von welchem aber der beſſere Theil durch grobe Ausſchweifungen verflogen ſei.
An dieſen ſo eben geſchilderten Mann richtete der Prinz ſeinen Befehl, fuͤr Iſaak und Nebekka Platz zu machen. Athelſtane, verbluͤfft uͤber ein nach den Sit⸗ ten und der Denkart jener Zeiten ſo hoͤchſt beleidigen⸗ des Gebot war nicht Willens zu gehorchen und doch auch ungewiß, wie er Widerſtand leiſten ſollte, ſetzte dem Willen des Prinzen blos die vis inertiae entge⸗ gen. Ohne ſich zu ruͤhren oder irgend ein Zeichen ſeiner Bereitwilligkeit zu geben, riß er blos ſeine großen, grauen Augen auf, und ſtarrte den Prinzen mit einer Verwunderung an, die aͤußerſt komiſch war. Allein nicht in dieſem Lichte betrachtete es der unge⸗ duldige Johann.
„Das ſaͤchſiſche Schwein,“ ſprach er,„hoͤrt mich entweder nicht oder ſchlaͤft— weck ihn mit dei⸗ ner Lanze auf, Bracy!“ ſprach er zu einem Ritter, der dicht bei ihm ritt und einer der Anfuͤhrer der Freicompagnien oder Condotlieri war, die keiner Na⸗ rion zugehoͤrend blos fuͤr einige Zeit dem Fuͤrſten dien⸗ ten, der ſie bezahlte,


