3 ter geziemend einſtimmten.„Doch Tochter oder Weib, ſie muß den Vorzug haben, der ihren Reizen und deinem Verdienſte gebuͤhrt.— Wer ſitzt uͤber ihr?“ fuhr er fort zur Gallerie aufblickend,„Saͤchſi⸗ ſche Luͤmmel!— weg mit ihnen!— Laßt ſie zuſam⸗ menruͤcken und Platz machen fuͤr meinen Wucherfuͤr⸗ ſten und ſeine liebenswuͤrdige Tochter. Ich will die Kerls lehren, die erſten Plaͤtze in den Synagogen mit denen zu theilen, denen die Synagoge gehoͤrt.“ Diejenigen, an welche dieſe unhoͤfliche und unpo⸗ litiſche Rede gerichtet war, war die Fsmilie Ce⸗ dries des Sachſen und ſeines Verbuͤndeten und Ver⸗ wandten, Athelſtane von Conigsmark, ein Mann, der ruͤckſichtlich ſeiner Abſtammung von den lezten ſaͤch⸗ ſiſchen Monarchen Englands bei allen ſaͤchſtſchen Ein⸗ gebornen im Norden von England in hoͤchſtem Anſe⸗ hen ſtand. Allein mit dem Blute dieſes alten Koͤ⸗ nigſtammes waren auch manche ſeiner Schwachheiten auf Athelſtane vererbt worden. Er hatte ein ſehr gu⸗ tes Aeuſſere, war von ſiarkem Gliederbau und ſtand in der Bluͤthe ſeiner Jahre— ſeine Zuͤge aber waren ausdrucklos, ſein Auge ſchlaͤfrig, matt und unbeholfen, in allen ſeinen Bewegungen und ſeine Unentſchloſſenheit ſo groß, daß der Beiname eines ſeiner Ahnherrn auf ihn uͤbertragen und er allgemein Athelſtane der Un⸗ entſchloſen genannt wurde. Seine Freunde— und er beſaß deren viele die ſich wie Cedric, leidenſchaft⸗ lich an ihn anſchloſſen— behaupleten, daß dieſe Traͤg⸗
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