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Reize den weiſeſten Koͤnig, der je lebte, zu bethoͤren vermochten. Was ſagſt du dazu, Prior Aymer? Beim Tempel, den mein weiſerer Bruder Richard nicht wieder erobern konnte, ſie iſt die wahre Braut des hohen Liedes!“
„Die Roſe Savons und die Lilie des Thales!“ erwiederte der Prior mit etwas gedaͤmpfter Stimme; „aber Ew. Gnaden muͤſſen bedenken, daß es immer nur eine Juͤdinn iſt.“
„Ja,“ fuhr Prinz Johann fort, ohne auf ihn zu achten,„und da iſt auch mein ungerechter Haushal⸗ ter— mein Kapermarquis, der Baron von Bpzanz, der ſich um einen Platz mit den armen Tropfen balgt, deren abgetragene Kleider nicht einen Heller in ihren Taſchen beherbergen, um den Teufel zu beſchwoͤren, daß er nicht Ball drin halte. Beim Leichnam des hei⸗ ligen Markus, mein Subſidienfuͤrſt ſoll mit ſeiner lieb⸗ lichen Juͤdinn einen Platz auf der Gallerie einnehmen. Wer iſt ſie, Iſaak? iſts dein Weib oder deine Toch⸗ ter, die morgenlaͤndiſche Honri da, die du am Arme haͤltſt?“
„Meine Tochter Rebekka, wenn Ew. Gnaden er⸗ lauben wollen,“ antwortete der Jude mit einem tie⸗ fen Buͤckling, keinesweges durch des Prinzen Anrede verlegen, die indeſſen eben ſo viel Spott als Hoͤflich⸗ keit enthalten ſollte.
„So biſt du um ſo kluͤger!“ verſetzte Johann, ein Gelaͤchter aufſchlagend, in das ſeine luſtigen Beglei⸗


