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ihres Stammes hoͤchſt vortheilhaft ins Auge. Ihr gelbſeidner Turban ſtand ſehr gut zu dem dunkeln Haar und ihrer bruͤnetten Hautfarbe. Der ſtrahlen⸗ de Glanz ihrer Augen, die ſchoͤn gewoͤlbten Augen⸗ brauen, die wohlgeformte Adlersnaſe, die perlenweißen Zaͤhne, die Fülle von Locken, die ſchlangenfoͤrmig ge⸗ wunden auf einen ſchneeweißen Nacken und Bußen herabfielen, ſo viel ein fliegendes Gewand von dem reichſten perſiſchen Seidenzeuge auf purpurfarbnem Grunde Blumen in ihren natuͤrlichen Farben zeigend, davon zu ſehen erlaubte— alles dieß vereinte ſich zu einem Ausbund von Lieblichkeit, der von kei⸗ ner der ſie umgebenden Schoͤnheiten erreicht ward. Von den mit Gold und Perlen beſetzten Schleifen, wel⸗ che ihr Leibchen von der Bruſt bis auf den Gürtel umſchloſſen, waren die drei oberen der Hitze wegen offen geblieben und gewaͤhrten dem obenerwaͤhnten rei⸗ zenden Anblick noch groͤßeren Spielraum; ſo ward denn auch ein brillantes Halsband und Ohrgehaͤnge von un⸗ ſchaͤtbarem Werthe mehr ſichtbar. Ein mit einer bril⸗ lanten Agraffe an dem Turban der ſchoͤnen Juͤdinn befeſtigte Reiherfeder war ferner eine Auszeichnung, um welche ſie von den ſtolzen, uͤber ihr ſitzenden Damen, ſo ſehr ſie ſich bemuͤhten, ſie zu verſpotten, insge⸗ heim beneidet wurde.
„Beim kahlen Haupte Abrahams!“ ſprach Prinz Johann,„die Juͤdinn dort muß das treue Ebenbild jener vollkommenen Schoͤnheit ſein, deren
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