Teil eines Werkes 
43. Band, Ivanhoe : 1. Theil (1827)
Entstehung
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verhuͤllen. Ein ſolcher Ausdruck wird oft faͤlſchlich fuͤr maͤnnlichen Freimuth genommen, da er doch nur aus der ruͤckſichtloſen Gleichguͤltigkeit eines ausſchwei⸗ fenden Gemuͤths entſpringt, und dem Bewußkſein ho⸗ her Geburt oder Reichthums, oder ſonſt einem zufaͤl⸗ ligen mit perſoͤnlichem Verdienſt gar nicht zuſammen⸗ haͤngenden Vorzug ſein Daſein verdankt. Fuͤr dieje⸗ nigen, welche keinen tiefern Blick hatten, und es gab deren Hunderte gegen einen, war die Pracht von Prinz Johanns rheno(Petzkragen) ſo wie die ſeines mit dem koſtbarſten Zobel beſetzten Mantels, ſeiner Maroquinſtiefeln und goldenen Sporen, verbunden mit dem Anſtand, womit er ſein Roß zu lenken wuß⸗ te, vollkommen genuͤgend, den lauteſten Beifall zu er⸗ regen. Bei dieſem luſtigen Umritt in den Schranken ward die Aufmerkſamkeit des Prinzen durch die noch nicht beſeitigte Unruhe erregt, die Iſaaks ehrgeiziges Stre⸗ ben, nach hoͤheren Plaͤtzen ſich hinzudraͤngen, verurſacht hatte. Das immer bewegliche Auge des Prinzen Jo⸗ hann hatte ſogleich den Juden erkannt, ward aber noch angenehmer angezogen durch die ſchoͤne Tochter Zions, welche erſchreckt durch den Laͤrm ſich aͤngſtlich an ihres Vaters Arm angeſchmiegt hatte.

Die Geſtalt Rebekkas konnte ſich in der That ſelbſt nach dem Urtheil eines ſo ſchlauen Kenners, wie Prinz Johann war, mit der ſtolzeſten Schoͤnheit Eng⸗ lands meſſen. Ihre Formen ſtanden in dem ſchoͤnſten Ebeumaße und traten in der morgenlaͤndiſchen Tracht