Teil eines Werkes 
43. Band, Ivanhoe : 1. Theil (1827)
Entstehung
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regen ſchien. So furchtſam wir aber Iſaak auch bei andern Gelegenheiten geſehen haben, ſo wußte er doch recht wohl, daß er bei der gegenwaͤrtigen nichts zu befuͤrchten habe. An ſolchen Orten oͤffentlicher Belu⸗ ſtigungen oder wo ſich mehrere ſeines Gleichen verſammel⸗ ten, durfte kein habſuͤchtiger oder uͤbelwollender Edelmann es wagen, ihn zu beleidigen. Hier ſtanden die Juden un⸗ ter dem Schutze des Geſetzes und wo ſich dieſe Schutzwehr nicht maͤchtig genug erwies, fanden ſich doch wenig⸗ ſtens unter den Verſammelten einige Baronen, wel⸗ che ſich ihres eigenen Vortheils wegen zu ihren Beſchuͤtzern aufwarfen. Bei der jetzigen Gelegen⸗ heit aber fuͤhlte Iſzak ein mehr als gewoͤhnliches Vertrauen, da er wußte, daß Prinz Johann eben damals durch Verpfaͤndung von Guͤtern und Juwelen von den Juden eine große Summe von York borgen wollte. Iſaaks eigener Antheil an dieſem Geſchaͤfte war betraͤchtlich, und er wußte recht wohl, daß der Prinz, der es gerne bald abgeſchloſſen ſah, ihm in der Verlegenheit, worin er ſich befand, ſeinen Schutz nicht verſagen wuͤrde. Durch dieſe Betrachtungen kuͤhn ge⸗ macht, verfolgte der Jude ſeinen Zweck, und draͤngte den normaͤnniſchen Chriſten, ohne Ruͤckſicht auf Ab⸗ kunft, Eigenſchaften oder Religion zu nehmen, im⸗ mer weiter. Die Klagen des alten Mannes erregten indeſſen den Unwillen der Umſtehenden. Einer der⸗ ſelben, ein handfeſter Freiſaße in Lincolner Gruͤn ge⸗ kleidet mit ſilbernem Wehrgehaͤnge, zwoͤlf Pfeile in