morgenlaͤndiſchen Sklaven Euch zu eigen machte. Ce⸗ drie der Sachſe iſt leicht beleidigt, und da mochte er auf Eure und meine hohe Wuͤrde, ſo wie auf Euer Ritterthum wenig Ruckſicht nehmen, uns bei Nacht und Nebel aus dem Hauſe werfen, und ein Quar⸗ tier bei den Lerchen anweiſen, habt auch Acht auf Eure Blicke, womit Ihr Lady Rowena betrachtet, denn er bewacht ſie mit der aͤngſtlichſten Sorgfalt, und ſollte er nur den geringſten Argwohn faßen, ſo ſind wir verloren. Man ſagt, er habe ſeinen einzi⸗ gen Sohn aus dem vaͤterlichen Hauſe verbannt, weil dieſer es wagte, ſein Auge liebend zu ihrer Schoͤn⸗ heit zu erheben, die man, wie es ſcheint, nun aus der Ferne anbeten, ſich ihr aber nicht mit andern Gedanken, als der heiligen Jungfrau ſelbſt, naͤhern darf.“
„Schon gut,“ antwortete der Templer,„ich will mir dieſe Nacht den noͤthigen Zwang anthun, und mich ſo verſchaͤmt als ein Maͤdchen gebaͤrden, was aber das Hinauswerfen anbelangt, dagegen will ich Euch mit meinen Knappen und Hamed und Ab⸗ dallah hinlaͤnglich ſchutzen. Zweifelt nicht, daß wir Manns genug ſind, unſer Quartier zu behaupten.“
„Wir dürfen es nicht ſo weit kommen laßen,“ antwortete der Prior,„aber da iſt des Narren ver⸗ ſunkenes Kreuz, und die Nacht iſt ſo finſter, daß wir kaum etwas von einem Wege unterſcheiden koͤnnen. Er hieß uns, glaub ich, den zur Linken nehmen.“


